Soma - Künstlerin Mar Muñiz © 2019
© 2019 Mar Muñiz. Alle Rechte vorbehalten.

Soma

Über dieses Werk

Soma Wir leben in einer Gesellschaft, die die Idee normalisiert hat, für alles etwas Externes zu benötigen: zum Schlafen, zum Aufwachen, zum Leistungsbringen, zum Entspannen. Pillen, Ergänzungen, Kapseln… als ob einfaches Leben nicht genug wäre. In diesem Werk halte ich diese stille Gier fest: eine Figur, die unaufhörlich verschlingt, ohne zu schmecken, ohne innezuhalten. So wie wir Medikamente schlucken, ohne zu hinterfragen, auf der Suche nach sofortigen Lösungen, und dabei vergessen, dass das Wesentliche in uns selbst liegen könnte. Aldous Huxley verwendete in seinem Roman „Schöne neue Welt“ von 1932 den Begriff SOMA, um sich auf eine vom Staat verabreichte Droge zu beziehen, die die Bevölkerung gefügig und glücklich hält. Vielleicht, nur vielleicht, haben wir einen Abdrift begonnen: Wir betäuben die Welt mit Medikamenten und Konsumrezepten, während wir gleichzeitig die Praxis verlieren, auf unseren Körper zu hören und darauf zu achten, wer wir sind. Die wahre Heilung liegt nicht immer in einer Pille – manchmal liegt sie im Anhalten, im Schauen, im Hören und im Zulassen, dass uns die Stille lehrt.

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